Vielfalt in der Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit naht. Die schönste Zeit des Jahres? Sicher ist es eine Zeit voller Erwartungen, Meinungen und Beurteilungen. Eltern leben ihren Lifestyle aus und verwirklichen sich damit auch beim Weihnachtsfeste. Allein die Vielfalt der Adventskalender reicht heute vom selbst gehäkelten bis hin zum gekauften Lern-Technik Exemplar. Ich persönlich finde es interessant zu beobachten, wofür sich die Familien entscheiden. Die Meinungsmacher, Pädagogik Päpste und  Food Fetischisten sorgen jedoch für Verunsicherung und ein schlechtes Gewissen. Dabei liegt der Kern des Festes doch in der Nächstenliebe. Damit sollte die Toleranz unter den verschiedensten Weihnachtstypen doch abgedeckt sein, oder?!
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Mein erster Spielplatz Sommer

SpielplatzDie Zeit war gekommen. Endlich konnte ich mit meiner Tochter Ausflüge zum Spielplatz machen. Verstrahlt träumte ich von spaßigem Sandkuchen Backen, rasanten Rutschen und Schaukeln, die wie bei Heidi aus den Wolken kommen. Ich dachte an Mütter, die freundlich und offen Gespräche auf den Sitzbänken führten. Doch mein erster Spielplatz-Sommer brachte Ernüchterung und den Wunsch, alle Spielsachen mit dem Namen meiner Tochter zu versehen. Mein erster Spielplatz Sommer weiterlesen

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Die Schule der Mutterschaft

In die Mutterschaft einzutreten, gleicht dem Eintritt in die 5. Klasse einer weiterführenden Schule. Ein Großteil der alten Freunde siehst Du jetzt kaum mehr. Nur wenige wechseln mit Dir in die gleiche Klasse. Das Abenteuer beginnt. Du kommst in einen Raum voll mit neuen Gesichtern. Es gibt neue Regeln, coole Cliquen, Außenseiter, Streber und Clowns. Es wird munter verurteilt, bewertet, kategorisiert und verachtet. Die Schule der Mutterschaft weiterlesen

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Kinderwagen Kauf bei Babywalz – ein Erfahrungsbericht

Für Erstlingseltern stellt der Kauf eines Kinderwagens eine mittlere Herausforderung dar. Glücklicherweise konnte ich als (Paten-) Tante bereits Erfahrungen von Freunden und Verwandten aufschnappen. So war die Wahl für ein Modell und die Marke schnell getroffen. Was jedoch im stationären Einzelhandel folgte, hätten wir nicht erwartet. Die Servicewüste macht auch vor Babygeschäften keinen Halt. Wir strandeten in der Babywalz Filiale in Düsseldorf. Was wir dort erleben mussten, hatte mit einem freudigen Einkaufserlebnis nichts zu tun.

Kinderwagen online konfiguriert

Euphorisch und voller Erwartungen hatten wir online unseren Teutonia Cosmo konfiguriert. Respekt an die Hiddenhausener. Der Konfigurator weckt bei  werdenden Vätern die Erinnerung an einen Autokauf. Anschließend liefen wir ebenso euphorisch mit unserem ausgedruckten Datenblatt in die heimische Babywalz Filiale. Dort konnten zwei von drei Verkäuferinnen erstmal nichts mit unserem Werk anfangen. Erst die dritte Verkäuferin verstand, dass es „unser“ Modell nicht auf der Babywalz Webseite zu finden gab.

Lieferzeit von 3 Monaten

Es schockte uns nicht, dass wir nun bis zu drei Monate auf unseren Teutonia Kinderwagen warten mussten. Wir waren vorgewarnt. In der Babywalz Filiale gab man uns mehrfach den Hinweis, sobald die Meldung über die Lieferung kommen würde, sollten wir unbedingt drei Tage vorher anrufen. Nur so könne man den Wagen vor der Abholung auch aufbauen. Also nicht vergessen: drei Tage vorher anrufen!

Kinderwagen abholen bei Babywalz

Der Bericht einer Freundin hatte mir Mut gemacht. Sie hatte seinerzeit ihren Teutonia Cosmo beim BabyOne Markt abgeholt. Dort gab es eine Erklärung und Demonstration über die Funktionen des Wagens durch die Verkäuferin. Als es bei uns soweit sein sollte, war die Freude groß. Ich rief, wie gefordert, drei Tage vor unserem Abholtermin in der Filiale an und bat darum, dass unser Wagen aufgebaut werden solle.

Die schiere Panik in den Augen der Verkäuferin trat uns entgegen, als wir vor Ort eintrafen. „Das tut mir leid, Ihr Kinderwagen ist nicht aufgebaut.“, sagte sie mit zittern in der Stimme. Wie bitte?! Nach kurzer Beratung im Team bemühten sie sich, den Wagen schnellstmöglich aufzubauen. Wir warteten ungefähr 15 Minuten im Geschäft. Dann erschien eine strahlende Verkäuferin „Da ist er! Ist er nicht ein wahres Schmuckstück?! Wir möchten uns nochmal im Namen des ganzen Geschäfts entschuldigen. Der Lagerist ist einfach überfordert!“, trällerte sie.

Nach kurzem Blick in den Wagen fragten wir uns: wo ist der Maxi-Cosi Adapter?  Antwort: „Oh, den habe ich unten vergessen!“ Wo ist der Winter-Fußsack? Antwort: „Ach Herrjeh, den habe ich auch vergessen.“ Zu diesem Zeitpunkt waren wir wirklich sauer. Wir wollten nur noch bezahlen. Doch auch das stellte ein Problem dar und wir mussten weitere 10 Minuten warten. In dieser Zeit, und das ist leider kein Witz, fiel der Verkäuferin ein, dass Sie noch den Windschutz und den Sonnenschirm im Lager vergessen hatte.

Liebe Babywalz Storemanagerin, in Deinem Laden werde ich sicher keinen Euro mehr lassen. Ein Kinderwagen ist ein beratungsintensives und komplexes Produkt. Es wäre gut, wenn Dein Personal dementsprechend geschult wäre. Andernfalls fürchte ich, werdet ihr auf Dauer den Kampf gegen den Onlinehandel verlieren.

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Meinungsmacher und Unkenrufe

Es gibt sie überall und in jeder Lebenslage. Menschen, die eine Meinung zu allem haben. Diese Menschen sind häufig nicht zu scheu, ihre Meinung auch mitzuteilen. In der Schwangerschaft nimmt dieses Phänomen einen ganz eigenen Charakter an. Zu Deinem Bauch, zu Deinem zukünftigen Leben, zu Deinen Erwartungen und zu Deinen Schlafgewohnheiten. Jeder kann zu allem etwas sagen.

Als berufstätige Schwangere hast Du einen erweiterten Personenkreis an Leuten, deren Meinung Du ausgesetzt bist. So finde ich mich in den letzten Wochen häufig in Situationen wieder, die ich nicht erwartet hätte. „Du schläfst nicht auf dem Bauch? Kannst Du aber!“ – „Ehm, ja, möchte ich aber nicht.“ – „Kannst Du, da passiert dem Baby nix!“. Eine Kollegin, mit der ich im beruflichen Alltag kaum Kontakt habe konfrontiert mich mit ihrer Allwissenheit.

Auch die Unkenrufe zu meinem zukünftigen Leben mehren sich. Ihre Lautstärke nimmt parallel mit dem Wachstum meines Bauches zu. Da wird mir prophezeit, dass ich mich schon bald langweilen werde. Für Hobbys werde ich lau dem Rat der Weisen auch nicht mehr verfolgen können. Würde ich all dem Glauben schenken, wird mein Leben bald düster und grau sein. Die Freuden des beruflichen Alltags werden mit Kind in weite Ferne geraten.

Ja, es ist schon witzig, mit welchen Aussagen ich dieser Tage konfrontiert werde. Ich finde es reicht eigentlich, wenn ich mir fürs Erste um die Gesundheit meiner Familie, um die Organisation und das Eintreffen eines kleinen Menschen Gedanken mache. Darum versuche ich die Unkenrufe auszublenden und den Meinungsmachern stumm entgegen zu lächeln. Ich lasse mich einfach mal überraschen, wer am Ende Recht behält. Es kommt ja doch meist anders als man denkt.

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Silvester mal anders

Der Start in dieses Jahr hat sich deutlich von allem unterschieden, was ich die letzten 32 Jahre so erlebt habe. Zumindest, soweit ich mich erinnern kann. Da mein Mann und ich Nachwuchs erwarten, war klar, dass wir ein letztes Mal die Möglichkeit hatten, an Silvester ungestört feiern zu gehen.
Mario´s RestaurantWir entschieden uns für ein moderates Programm. Erst beim guten Italiener essen und anschließend im Schlösser auf der Ratinger Straße feiern.

In der Party Location kamen wir ca. um halb neun an. Früh, ja, aber wir wollten den Abend schließlich auskosten. Es war noch nicht viel los. Wir konnten uns einen Stehtisch ergattern, Drinks ordern und das ankommende Publikum beäugen. Zu unserer Verwunderung kamen viele ältere Paare in den Club. Um es deutlicher zu sagen: Paare zwischen 50- 60, bei denen der Nachwuchs offensichtlich bereits alleine feiern konnte. Sie lieferten uns ausreichend Gesprächsstoff. Die Damen oft in zu engen, zu kurzen Teilen, viel Glitzer und süßes Parfum. Die Herren mal lässig und mal mit zu kurzen Krawatten.

Eines dieser junggebliebenen Paare (die Dame im zu engen weißen Kleid) gesellte sich an unseren Tisch. Der Herr zeigte sich überengagiert, reckte die Faust in die Luft und war (solo) der erste Tänzer dieses Abends. Irgendwann schnappte er sich seine Holde und startete die Discofox Arena. Ahja! Mein Jever Fun verhalf mir leider nicht zu der Gabe, die Szenerie schön zu malen. Silvester mal anders? Zu diesem Zeitpunkt sah es ganz danach aus.

Schlösser Club BohemeGegen halb elf hatte man das Gefühl, dass sich endlich auch die 25- 35jährigen unter das Volk mischten. Die Musik hatte den Discofox Modus verlassen, mein Mann und ich konnten locker mitgrooven und die Hüften schwingen. Das Paar an unserem Tisch schwieg sich an und schaute betreten zu Boden. Sie hatten sich wohl gestritten.

Es wurde zunehmend voller im Saal. Die Konfetti Kanonen wurden getestet und Wunderkerzen ausgeteilt. Kurz vor Mitternacht, das Paar an unserem Tisch tanzte wieder versöhnt, wurde die Luft sehr stickig. Die „Silvester draußen“-Fraktion rangelte sich durch die Massen. Wir blieben standfest.

Anscheinend hatte unser Nachwuchs genug. Er oder sie muss auf irgendeinen Schalter gedrückt haben mit der Botschaft „Stellt Euch schonmal darauf ein, im nächsten Jahr gebe ich den Ton an…. und ich mache jetzt Feierabend!“ Mein Kreislauf verabschiedete sich. Ich musste schleunigst hinaus in den luftigen Barbereich, auf einen Hocker. „Fünf, vier, drei, zwei, eins..!“ Silvester sitzend auf einem Barhocker. Ja, das war definitiv mal was anderes.

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