Job in Teilzeit wechseln

Wer als Frau „nur“ in Teilzeit arbeitet hat meist ein schlechtes Gewissen. Monetär ließe sich sicher mehr zum Haushaltseinkommen in Vollzeit beitragen. Zudem herrscht in vielen Köpfen auch die Ansicht, dass Teilzeitkräfte weder Entwicklungspotenzial haben noch die Kapazität für Führungsverantwortung. Doch in der Realität arbeiten zwei Drittel aller berufstätigen Mütter in Teilzeit. Sollen die alle versauern? Ich habe nach nur einem Jahr Betriebszugehörigkeit meinen Job gewechselt. Warum ich meinen sichere Position aufgegeben habe, beschreibe ich in diesem Blogpost.

Viele von uns haben eine richtig gute Ausbildung. Ein Studium und Berufserfahrung. Aus der Zeit „vor den Kindern“. Wobei wir ja mit den Kindern auch nicht in ein schwarzes Loch fallen. Das Interesse, sich beruflich weiterzubilden oder persönlich zu entwickeln ist groß. Das erkennt jeder, der die zahlreichen Webinare und Work-fluencer auf den sozialen Medien verfolgt. In Zeiten des Fachkräfte- bzw. Arbeitskräftemangels gibt es für Frauen auch in Teilzeit viele Möglichkeiten. Keine muss in einem Job stecken bleiben, den sie nicht mehr machen möchte.

In Teilzeit den Job gewechselt

In meinem persönlichen Fall kamen zwei Aspekte zusammen. Zum einen fehlte mir die Möglichkeit autonom zu arbeiten und in meinem Wirkungsfeld eigenständig Entscheidungen zu treffen. Das war für mich ein No-Go. Zum anderen musste ich feststellen, dass die Branche und die damit verbundenen Hintergründe einfach nicht zu mir passen. Klar, ich hätte die Füße still halten können und sitzen bleiben. „Sei doch froh“, höre ich Stimmen sagen. Ordentliches Gehalt, flexible Arbeitszeiten, hybrides Arbeitsmodell, keine weite Pendlerstrecke und nette Kollegen! Klar bin ich dafür dankbar gewesen. Aber ich möchte mich auch weiter entwickeln. In Teilzeit und wer weiß, vielleicht werde ich nicht ewig Mutter kleiner Kinder sein und eines Tages meine Stundenzahl erhöhen. Wenn ich an diesem Zeitpunkt angelangt bin will ich aber zuvor die Jahre nicht auf dem Abstellgleis verbracht haben.

Aus Kommentaren und persönlichen Nachrichten meiner Follower weiß ich, dass es vielen Müttern ähnlich geht. Sie kennen ihre Möglichkeiten nicht oder schätzen sie falsch ein. Denen möchte ich Mut machen: bewegt euch! Probiert euch aus. Durchsucht Jobportale, stellt euer LinkedIn Profil vernünftig auf den Suchmodus, notiert euch Wunschfirmen oder schreibt alte Kontakte an. Lasst euch nicht zu schnell entmutigen und überlegt euch klar, wo ihr hin möchtet.

Tipps zur Jobsuche

hatte ich hier zuletzt bereitgestellt:

Jobsuche als Mutter

Wie es nun in meinem neuen Job weiter geht erfahrt ihr auf LinkedIn. Ich freue mich, wenn wir uns dort austauschen können.

Kathrin
Kathrin

Ich bin 1981 in Köln geboren, Mutter, Ehefrau und berufstätig. Diesen Blog habe ich gegründet, um meine Erfahrungen mit Euch zu teilen. Ich freue mich über den Austausch hier, auf Instagram oder meinem YouTube Kanal.

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Ein Kommentar

  1. Liebe Kathrin, toller Beitrag, der Mut macht. Du warst ein Teil meines Mut-Mach Puzzle, die Initiative zu ergreifen und auf die Suche zu gehen. Was ich für unmöglich hielt: Führungsposition, Teilzeit, Öffentlicher Dienst, toller Arbeitgeber etc.
    war im Endeffekt so einfach. 3 Bewerbungen, 2 Vorstellungsgespräche und 1 neuer Job. Wieder in Führungsposition und Teilzeit. Es ist möglich. Einfach machen. Gelernt hab ich: Unmöglich ist nur das, was du nicht versuchst!!! Also traut Euch, ihr seit es Wert. Verkauft Euch nicht unter Wert. Es ist wie Erwachen, einen neuen Job zu beginnen.

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