Vorschulkinder fördern?!

Viele Eltern stellen sich im letzten Kindergartenjahr die Frage wie sie ihr Vorschulkind bestmöglich fördern können. Brauchen die Kinder überhaupt Förderung? Ich habe nichts gegen den Begriff an sich, aber fördern assoziiert man schnell mit Überforderung und darum sollte es auf keinen Fall gehen. Ich vertrete die Meinung, dass man die Kinder vor allem stärken soll. Heute möchte ich genau dieses Thema für Euch genauer beleuchten.

Für viele Kindergartenkinder hat nach den Sommerferien eine spannende Zeit begonnen, denn sie sind nun Vorschulkinder. Vorschule. Irgendwie schon bedeutungsträchtig. Gefühlt wurden die Kinder doch erst gerade geboren, erlebten ihre Kindergarteneingewöhnung und nun schwingt das Wort Schule ganz unweigerlich mit. Wie sagte man früher doch immer: Mit der Schule beginnt der Ernst des Lebens und ganz unweigerlich fragt man sich als Eltern, ob man die Kinder jetzt auf diesen bevorstehenden Ernst denn speziell vorbereiten muss. Eins vorweg, natürlich beginnt mit dem ersten Schultag ein neuer Lebensabschnitt, aber so richtig “ernst” ist das Ganze dann doch nicht. Es wird anders, aber mindestens genau so schön und aufregend wie die Kindergartenzeit. Die Übergangszeit zwischen Kindergarten und Schule sollte vor allem mit einem positiven Blick in die Zukunft durchschritten werden, denn die Schule ist nichts wovor man Angst haben sollte. Vielmehr sollten Vorfreude und vor allem Neugier geweckt werden. Wir Eltern besuchen Informationsabende und da begegnen dem ein oder anderen vielleicht auf einmal zunächst fremde Begriffe wie emotionale Kompetenzen, motorische Kompetenzen, soziale Kompetenzen.

Es ist empirisch bewiesen, dass bei uns in Deutschland der Bildungsabschluss und insbesondere das Interesse der Eltern maßgeblich über den Bildungsweg der Kinder entscheiden. Familie ist tatsächlich der erste Bildungsort für Kinder. In frühester Kindheit geht es um die Stärkung der Kompetenzentwicklung. Denn in dieser prägenden Zeit werden die Grundlagen gelegt für den weiteren Entwicklungs- und Bildungsweg. Die Eltern spielen als Bezugspersonen eine wichtige Rolle. Unsere eigene Einstellung zur Bildung, ihr Umgang mit der Neugier der Kinder und das von ihnen bestimmte Freizeitangebot für die Familie ist für die Entwicklung unserer Kinder entscheidend. Kinder möchten die Welt spielerisch entdecken. Wir Eltern sind dabei ihre ersten wichtigen Begleiter und vor allem ihre Vorbilder. Was wir ihnen vorleben ist also besonders wichtig.

In den kommenden Wochen möchte ich meine Ideen, wie man Kinder in dieser Übergangszeit bestmöglich stärken kann, mit Euch teilen. Ihr werdet ganz schnell merken, dass man viele der gewünschten Kompetenzen ohnehin ganz natürlich im Familienalltag integriert und das ohne Zwang, ohne Druck, sondern mit einer natürlichen Selbstverständlichkeit. Dennoch denke ist es für den ein oder anderen hilfreich einmal einen Überblick darüber zu bekommen, um welche Kompetenzen es sich im Detail handelt und wie ich diese individuell stärken kann. Ein paar Tipps vorab wie man das letzte Kindergartenjahr gestalten kann findet ihr HIER.

Bis bald!

Eure Sarah

Sarah
Sarah

Ich bin 1985 in Paderborn geboren, verheiratet und Dreifachmama von Lotta (4 Jahre alt), Carla (2 Jahre alt) und Moritz ( 1 Jahr alt)
Ich liebe das Schreiben und den Austausch empfinde ich als Bereicherung!

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5 Kommentare

  1. Hey! Eine schöne Serie, die Du da startest!

    Ich finde den Begriff “Ernst des Lebens” ganz grauenvoll. Er klingt bedrohlich, ist nicht greifbar, und ich bin mir sicher, dass er bei vielen Kindern ein sehr mulmiges Gefühl auslöst.

    • Das ist wahr. Ich finde eine positive Sicht auf Schule unglaublich wichtig. Vorfreude sollte im Übergangsjahr zwischen Kindergarten und Schule im Vordergrund stehen. Besonders auch dann, wenn man selbst vielleicht nicht immer nur gute Erfahrungen in der Schule gemacht hat.

  2. Danke liebe Sarah für dieses Thema! Für uns ist das auch sehr aktuell mit einem Vorschulkind zu Hause. Hast du zufällig Tipps für Bücher, die die Kinder auf die Schule vorbereiten, aber eben nicht nur die “blumigen” Situationen, sondern auch den Alltag erklären, dass man mal schneller und mal langsamer als andere Kinder ist, dass es Störenfriede gibt usw? Unsere Psychologin gab uns den Tipp, dass man so realistisch auf Situationen vorbereiten kann.
    Danke für deine Begleitung, so liebevoll und stärkend!
    Liebe Grüße
    Kristin

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