Tipps: Übergang in die Grundschule

Jedes Eurer Kinder ist einzigartig. Wie schon so oft gehört, seid Ihr die Experten für Euer Kind. In die Grundschule kommen Kinder mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Pauschale Tipps und Ratschläge zur Einschulung ungefiltert anzunehmen, ist erstmal kein gute Idee. Trotzdem fasse ich in diesem Beitrag mal meine Erfahrungen zusammen. Vielleicht hilft es Euch bei der Begleitung Eurer Kinder durch die Einschulung.

Trennungsangst in der Grundschule

Der Übergang von Kindergarten oder Vorschule in die Grundschule kann für Kinder sehr beängstigend sein. Vielleicht haben sie noch keine Freunde in der neuen Klasse. Das Gebäude und die Räume sind neun. Lehrer und Betreuer müssen erst noch das Vertrauen gewinnen. Sicherheit vermitteln ist hier hilfreich. Strahlt Eure positive Einstellung der Schule gegenüber aus und legt Euren eigenen Rucksack mit Gefühlen aus Eurer Schulvergangenheit ab. Trefft klare Absprachen über Abholzeiten und Abschiedsrituale. Macht Euch auch bewusst, dass in der Klasse erst ein neues soziales Gefüge entstehen muss. Das kann für das Kind Stress bedeuten und mit Sorgen verbunden sein. Geduld haben und Mut zusprechen ist in dieser Zeit wichtig.

Buchtipp für eine beziehungsorientierte Begleitung: Hallo Schulanfang!*

Höhere Anforderungen in der Grundschule

Hier kann es sehr unterschiedlich sein. Manche Kitas haben ausgefeilte Vorschulprogramme mit ersten Inhalten, die vermittelt werden. Andere Kitas haben ein offenes Konzept, sind bedürfnisorientiert und bereiten kaum auf die Grundschule vor. Manche Kinder können damit überfordert sein, plötzlich nicht mehr frei spielen zu dürfen. Andere freuen sich vielleicht zu beginn und werden nach ein paar Wochen eher enttäuscht. In der Regel ist das Pensum in der ersten Klasse noch überschaubar. Trotzdem solltet Ihr als Eltern dem Kind klar machen, wann ihr bei Hausaufgaben helfen könnt. Streckt immer die helfende Hand aus. Selbst, wenn die vielleicht öfter mal verschmäht wird. Natürlich solltet Ihr auch darauf achten, dass sie Euer Kind genügend Freizeit und Bewegung bekommt.


 
Neue Fächer in der Grundschule

In unserer Kita gibt es Instrumente. Ich habe jedoch noch nie mitbekommen, dass diese zum Einsatz kamen. Ebenso wie das Kunst Atelier. In der Grundschule werden dem Kind Themen zugetragen, die es bis dahin vielleicht kaum erlebt hat. Manche Kinder können Schwierigkeiten haben, mit diesen neuen Fächern und Lernmethoden zurechtzukommen. Falls Ihr merkt, dass Euer Kind in einem Bereich Unterstützung braucht oder einfach mehr wissen will, werdet aktiv. Der Fachkräftemangel ermöglicht es nicht, alle Themen mit allen Kindern in voller Tiefe durchzugehen. Besorgt Euch Bücher und Materialien* zu den neuen Themen. Ganz vieles gibt es übrigens auch gratis! Jedes Kind ist ein anderer Lerntyp. Manchmal hilft ein selbst gemaltes Lernposter, Rechenübungen nach Montessori*, manchmal ein Erklärvideo auf YouTube oder ein Besuch im Museum.

Verhaltenserwartungen in der Grundschule

An die Kindern werden bestimmte Verhaltenserwartungen wie beispielsweise die Einhaltung von Regeln und die Fähigkeit, in der Gruppe zu arbeiten, gestellt. Stellt Euch einfach vor, Ihr seid in einem neuen Job und müsst neue Do´s und Don´ts noch lernen. Am einfachsten ist es, Ihr sprecht mit Eurem Kind über die Regeln in der Schule. Fragt, ob es am Tag Konflikte in der Klasse gab. Über diese Gespräche habe ich viel erfahren und gleichzeitig auch Hinweise geben können, wie Konflikte gelöst werden könnten.

Zeitmanagement für das Grundschulkind

Mit dem Wechsel in die Grundschule ändert sich auch der Tagesablauf. Sie müssen früh aufstehen, sich für die Schule fertigmachen und Hausaufgaben erledigen. Besonders nach den ersten spannenden Tagen, fällt den Kindern diese Realität auf. Ein strukturierter Tagesablauf hilft. Ich habe einen Erstklässler Stundenplan  gebastelt, der zeigt, wann das Kind welche Fächer hat. Eine Routinen Liste  ausgedruckt und an unserem magnetischen Kühlschrank* Kalender den Wochenablauf aufgezeichnet. Die Organisation der Schultasche müssen die Kinder „selbst“ erlernen. Zeigt den Kindern auf, wie sie sich ihre Zeit effektiv einteilen können. So bleibt auch genug Raum für Freizeit und Sport.

Helft Euren Kindern dabei, den Übergang in die Grundschule zu bewältigen. Gebt ihnen das Gefühl, dass Ihr ihnen zur Seite steht. Lasst dabei Eure eigenen Schul-Gefühle außer acht. Denkt an den Fachkräftemangel in Schulen und Kitas. Da können die kleinen Grundschüler nichts für. Durch eine einfühlsame Begleitung könnt Ihr aber dazu beitragen, dass sich Euer Kind in der Schule wohlfühlt und erfolgreich lernt.

Übergang von Kita zur Schule ohne Sorgen:

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Kathrin
Kathrin

Ich bin 1981 in Köln geboren, Mutter, Ehefrau und berufstätig. Diesen Blog habe ich gegründet, um meine Erfahrungen mit Euch zu teilen. Ich freue mich über den Austausch hier, auf Instagram oder meinem YouTube Kanal.

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