Keine Kapselmaschine mehr – Wechsel zur Siebträgermaschine

Jahrelang war ich mit meiner Kapselmaschine zufrieden. Geschmacklich war der Kaffee gut. Das Handling und die Reinigung des Gerätes war leicht. Leicht genug für eine Mutter mit Baby und Kleinkind. Doch mittlerweile ist in unserem Familienalltag mehr Zeit, um über Sinn und Unsinn von Kapseln nachzudenken. Den Gedanken, eine Siebträgermaschine zu nutzen, trage ich schon lange mit mir rum. Seit ich mit Mitte 20 für fünf Monate in Neuseeland gelebt und gearbeitet habe. Dort war ich u.a. mehr schlecht als recht in einer Patisserie angestellt. Der Geschmack, der Genuss und das Zubereiten von Kaffee hatte damals eine andere Dimension für mich. Als Mutter war Koffein einfach ein überlebensnotwendiges Mittel, das schnell konsumiert werden musste. In meinem Blogpost möchte ich Euch über den Wechsel von der Kapselmaschine hin zum Siebträger berichten. Ich gebe Euch Tipps, welche YouTube Tutorials wir geschaut haben, was beim Kauf hilfreich war, welches Zubehör wir jetzt nutzen und natürlich, welche Bohnen wir derzeit am liebsten trinken.

Ich gebe zu, sie steht noch ganz hinten bei uns im Schrank. Die Maschine, die vom Hollywood Schauspieler so charmant beworben wird. Man weiß ja nie. Aber die Kaufentscheidung für eine Siebträgermaschine hat uns nicht zu viel Zeit gekostet. Zunächst haben wir uns ein Budget festgesetzt. Mühle und Maschine sollten nicht mehr als 1.000 Euro kosten. Schließlich soll sie uns einige Jahre begleiten, aber doch ein Gegenstand des täglichen Gebrauchs sein. Dann mussten wir entscheiden, welchen Wasserkreislauf wir wollten bzw. anders gesagt: ob die Maschine außer Espresso auch Milchschaum können soll. Dabei halfen uns diverse Ratgeber Seiten, wie z.B. diese hier.

Wir haben eine Quickmill Cassiopea und eine Mühle von Eureka. Ich habe Euch mal alles in meinem Amazon Shop* aufgelistet. Auch nicht unwichtig ist zu überlegen, wie viel Platz Ihr in Eurer Küche habt.

Wie mache ich Kaffee mit der Siebträgermaschine?

Genau genommen, macht Ihr Espresso. Kaffee im klassischen Sinne könnt Ihr besser mit einem guten Filterkaffee System machen. Schaut Euch einfach Tutorial Videos an. Wir haben sogar passend zu unserer Maschine ein YouTube Video gefunden, das uns in den ersten Stunden klasse geholfen hat. Der Clou ist, den Mahlgrad der Mühle so einzustellen, dass es für Bohne und Maschine zu einem cremigen Espresso in der Tasse führt. Nicht entmutigen lassen. Das braucht Zeit und ca. eine halbe Packung Bohnen. Irgendwann hatten wir es ausgetüftelt. Für den perfekten Milchschaum üben wir noch heute täglich und haben auch dazu YouTube Videos geschaut. In vielen Städten werden auch Workshops und Kurse für Jedermann angeboten.

Macht die Siebträgermaschine viel Dreck?

Diese Frage wurde ich häufig gefragt. Die Antwort lautet Ja und Nein. Ich habe mich ja bewusst von den Kapseln verabschiedet, weil ich nicht mehr diesen scheinheilig „sauberen“ Kaffee trinken will. Meine Küche wische ich regelmäßig ab. Ob da nun etwas Kaffeepulver liegt oder nicht. Ich persönlich empfinde es nicht so, dass die Maschine „viel Dreck“ macht. Ich mag das Zubereiten und den bewussten Genuss dafür zu sehr.

Welche Bohnen nehmt Ihr jetzt?

Derzeit trinken wir Fairtrade Espresso Bohnen von Tchibo. Selbst wenn der Kaffee aus der Kapselmaschine geschmacklich gut war, wussten wir doch nie wirklich unter welchen Bedingungen er zu uns in die durch designten Regale gekommen ist. Anbieter für fairen Espresso gibt es mittlerweile online sowie im Fachgeschäft oder beim Discounter.

Welches Zubehör nutzt Ihr für die Siebträgermaschine?

Zu unserer Kaffeemühle haben wir im Fachhandel noch eine Schublade zum Abklopfen des Siebträgers gekauft. Dann haben wir noch Milchkännchen in zwei Größen zum Aufschäumen. Einen massiven, cleveren Tamper*, der einem hilft den Espresso nicht zu fest und nicht zu locker in den Siebträger zu drücken. Ein Bürstchen zum Reinigen kann man kaufen, muss aber nicht sein. Absolut empfehlenswert sind dickwandige Cappuccino Tassen*. Sie halten das Meisterwerk lange warm und sind nicht so riesig, wie die amerikanischen Pötte. Um die Maschine schon morgens aufheizen zu lassen, haben wir eine smarte Steckdose* im Einsatz. Sie lässt sich per App und mit Alexa steuern. So wärmt die Maschine auf, während ich im Badezimmer oder auf dem Weg nach Hause bin.

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Kathrin
Kathrin

Ich bin 1981 in Köln geboren, Mutter, Ehefrau und berufstätig. Diesen Blog habe ich gegründet, um meine Erfahrungen mit Euch zu teilen. Ich freue mich über den Austausch hier, auf Instagram oder meinem YouTube Kanal.

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9 Kommentare

  1. Hallo Katrin,
    Herzlichen Glüchwunsch zum neuen Schätzchen Wir haben uns auch vor ein paar Jahren für Siebträger entschieden, und seitdem trinke ich nur noch sehr selten „außer Haus“. Meinem Mann wäre es zwar prinzipiell egal, der trinkt alles… Wir haben einen Dualboiler, weil wir fast ausschließlich Milchkaffee machen, aber wem das nicht wichtig, ist dem reicht auch die einfache Version. Das einzige was wir negativ finden, sind die hohen Nebenkosten. Alleine durch die regelmäßigen Wartungen haben wir den Anschaffungspreis schon locker raus. Man sollte halt in der Nähe einen guten Wartungssservice haben, und die sind bei uns schwer zu finden und ganz schön teuer. Oder man fuchst sich so in die Technik rein, dass man die Maschine selbst auseinanderbauen kann, aber dazu hatten wir noch nie Zeit. Das wichtigste: entkalken, entkalken, entkalken. Trotz gefiltertem Wasser setzen sich bei uns immer Partikel ab und dann sind Dichtungen und Ventile hinüber, wenn man nicht regelmäßig reinigt.

  2. Hallo,
    ich habe vor einem halben Jahr ebenfalls von der Kapsel zum Siebträger gewechselt, allerdings nicht so teuer wie ihr, aber mit viel persönlicher Beratung in einem Fachgeschäft, da ich genau wie Kapseln inzwischen auch Amazon verteufel.

    Tampere, Milchkännchen hab ich auch, auf die Abklopfschale hab ich verzichtet. Bei ein bis zwei Tassen am Tag nicht nötig, kommt direkt in den Müll. Kaffe, zufällig ebenfalls den gleichen, ich probiere Faitrade, wo immer ich welchen bekomme. Bei der Mühle habe ich mich für eine. Handmühle entschieden, für den Kaffe das schonenste.

    Viel Spaß mit eurem Maschinen, ich finde Kaffee wird gleich anders zelebriert und geschätzt.
    LG

  3. Hallo, ich mache auch nur noch Kaffee mit dem Siebträger also nicht als Filter Kaffee probier mal in den Doppel Siebträger nur eine Portion zu füllen und Dann brüh Dir eine Tasse. Yammi LG Matthias auch is Kölle

  4. Oh Gott warum tchibo?? Das ist so als würde man sich einen Ferrari kaufen um dann immer nur zum nächsten Supermarkt zum Einkaufen zu fahren. Ich kenne sämtliche Supermarktbohnen (ja, jeder fängt wohl mit dem Sortiment an)
    Wer mehrere Fachhändler in seiner Umgebung hat, der wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch mehrere gute Kleinröster zur Auswahl haben. Die Kaffeewelt fängt erst da an, wo tchibo aufhört. Gerade mit einem Siebträger lassen sich die Unterschiede deutlich herausarbeiten, wenn es selbst mit einem Vollautomaten möglich ist.

    • Ruhig Blut 😉 Es ist nicht das Ende der Welt und wenn es meine Zeitfenster als berufstätige Mutter zulassen, bummel ich auch gerne zum Fachhändler und lasse mich beraten 🙂

  5. Bei einer Siebträgermaschine hat man mehr Einstellungsmöglichkeiten wie Mahlgrad, Temperatur, etc. 2 Grad rauf oder runter können da schon entscheidend sein.
    In den „Supermarkt-Kaffees“ finden sich oft viele nicht-Kaffeebohnenteile wie Schalen, etc. Kippen Sie mal etwas Kaffee auf ein weißes Blatt Papier und sortieren Sie dann den Müll aus. Dann relativiert sich der höhere Preis für einen guten Kaffee, der keinen Abfall enthält. Auch gerne gemacht: die Kaffeebohnen beim Rösten karamellisieren. Leken Sie mal an den Bohnen: schmecken sie süß?
    Davon abgesehen gibt es auch Fairtrade-Kaffee in Kapseln und Pads. Nespresso (Kaffeepreis ca 80 €/kg) empfiehlt, die Kapseln in den gelben Sack zu geben, damit sie recycled werden, Andere bieten kompostierbare Kapseln; oft zum halben Preis von Nespresso.

  6. Glückwunsch zum Umstieg – wir haben dieselbe Maschine und sind seit 7 Jahre sehr zufrieden damit! Wartungskosten bisher gleich null ( bisher einmal den Dichtungsring selbst gewechselt). Der Fachhändler meinte auch, dass bei dem Modell keine Wartung nötig sei, wenn man keine Probleme hat 🙂 Man sollte nur regelmäßig Siebträger, Dusche und was da noch mit runter kommt mit Kaffeefettlöser behandeln.
    Versuch mal den Malabar von Kaffee Langen, den trinken wir alle mit Begeisterung und ist sehr gut in Preis/Leistung.

    Viel Spaß beim Ausprobieren!!!

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