April 4, 2018 // Kochen

Meal Planning

Seitdem ich Mama bin, merke ich, dass für manche Dinge kaum Zeit bleiben, die dennoch extrem wichtig sind. Ein simples und alltägliches Beispiel ist das liebe Essen. Jeden Tag notwendig, aber Zeit für`s Kochen bleibt  kaum. Mir ist es wichtig, dass wir als Familie wenigstens einmal täglich zusammen essen. Das schaffen wir hauptsächlich am Abend. Wir erzählen vom Tag, trällern stets uns händereichend als Ritual ein „piep, piep, piep – wir haben uns alle lieb“ und lassen es uns schmecken. Ich würde lügen, wenn ich Euch erzählen würde, es gäbe im Hause Puderzange immer nur Gesundes und ganz besonders aufwändige Gerichte. Nein, so ist es bei uns Zuhause nicht. Dennoch ist mir eine ausgewogene Ernährung wichtig und dazu gehören auch hin und wieder neue Rezepte oder auch mal ein aufwändigeres Drei-Gänge-Menü. Ich möchte besonders meinen Kindern vorleben wie gesunde Ernährung aussieht und auch mal gemeinsam mit ihnen neue Gerichte und Lebensmittel  testen. Auch hier wird mal am Wochenende im Bett gegessen und dabei Benjamin Blümchen geschaut. Solche Momente genießen wir als Familie  zusammen, aber das sind und bleiben die Ausnahmen, denn uns ist es wichtig, dass unsere Kinder auch lernen wie das gemeinsame Essen am Tisch funktioniert, wie man mit Besteck ist und auch wie man höflich miteinander umgeht.

Da mir im Alltag wochentags kaum Zeit bleibt spontan das Essen zu planen, habe ich bereits vor einiger Zeit damit angefangen unsere Mahlzeiten, insbesondere die warmen Mahlzeiten, immer für fünf Tage im Voraus zu planen. Mich hat das tägliche „was kochen wir heute“ zum Teil wahnsinnig gestresst.

Meal Planning – erleichtert mir seither den Alltag. Zugegen, es ist nicht jedermanns Sache, aber mir hilft es besonders an stressigen und vollgepackten Tagen sehr, trotz begrenzter Zeit, etwas Leckeres und Gesundes auf den Tisch zu bringen. Wie genau das funktioniert erzähle ich euch heute.

  1. Jeden Sonntag nehme ich mir ungefähr eine Stunde Zeit für die Essensplanung und überlege mir, welche Gerichte in den kommenden fünf Tagen bei uns auf den Tisch kommen sollen. Ich suche nach Rezepten und wähle fünf Gerichte aus.
  2. Ich sichte die vorhandenen Zutaten im Kühlschrank, Gefrierschrank und im Vorrat, die ich für die Gerichte benötige und evtl. noch Zuhause habe.
  3. Dann erstelle ich eine Einkaufsliste. Mittlerweile schaffe ich es sogar eine „geordnete“ Einkaufsliste zu schreiben, sprich die Lebensmittel nach Abteilungen des Supermarkts zu gruppieren.

 

Worauf ich achte:

  1. Ich nehme mir immer einen Kalender* zur Hand und schaue, was in der kommenden Woche ansteht. Geburtstage, Besuch, Einladungen, Ausflüge etc. müssen bei der Essensplanung natürlich berücksichtigt werden.
  2. Pro Woche wähle ich in der Regel nur ein neues Rezept aus. Alles andere sind alt bekannte und bewährte Rezepte. Ansonsten würde das für mich viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen und wäre für mich überhaupt nicht zu realisieren!
  3. Ich wähle Gerichte aus, die zum Teil auf gemeinsame Zutaten basieren. Zum einen um Geld zu sparen und zum anderen um zu verhindern, dass Lebensmittel weg geschmissen werden müssen.
  4. Es werden die Geschmäcker der Familienmitglieder berücksichtigt, denn es bringt schließlich nichts, wenn nur ich das Gericht mag (wenn einzelne Komponenten nicht gegessen werden, macht das nichs, aber grundsätzlich achte ich schon darauf, dass das Essen gut ankommt).

 

Den größten Fehler, den ich am Anfang gemacht habe, war, dass ich einfach zu ehrgeizig war. Jeden Tag ein Drei-Gänge-Menü zu zaubern oder immer neue Gerichte auf den Tisch zu bringen, das hat mich einfach überfordert und ist im Mama-Alltag absolut nicht zu realisieren. Mittlerweile kenne ich die Geschmäcker meiner Bande und weiß, wann mir am Tag ein paar Minuten bleiben, um das Essen vorzubereiten oder vielleicht schon einmal das ein oder andere Gemüse vorzuschnibbeln. Das klappt manchmal super und manchmal überhaupt nicht. Für solche Tage empfehle ich immer einen Plan B  (z.B. in Form einer Tiefkühlpizza) in petto zu haben ;). 

Aller Anfang ist schwierig, aber bei mir hat sich das Meal-Planning absolut bewährt. Klar, muss man sich einmal in der Woche wirklich ein bisschen Zeit für die Organisation nehmen, aber dafür stellt man sich im Alltagswahnsinn nicht noch täglich die Frage „was essen wir bloß heute?“. Der Wocheneinkauf dauert oft nicht länger als 15 Minuten, was sich im Übrigen besonders positiv auf die Laune meiner beiden Kleinkindmädchen auswirkt!

So, ihr Lieben, ich bin gespannt von Euren Erfahrungen zu hören und ob das Meal-Planning vielleicht auch was für Euch ist!

 

Ich wünsche Euch munteres Planen!

 

Bis bald!

 

Eure Sarah

 

* Diese Links sind Affiliate-Links. Für Euch entstehen durch die Nutzung dieser keine Mehrkosten, aber ihr unterstützt damit meine Arbeit. Danke!

 

 

You Might Also Like

17 Kommentare

  • Reply Claudia April 4, 2018 at 10:28 am

    Hallo Sarah,

    Kannst du bitte die Gerichte einer Woche benennen. Als Inspiration, damit man noch mehr versteht, wie du die Tips meinst.

    Gruß Claudia

    • Reply Sarah April 4, 2018 at 10:32 am

      Hallo Claudia!
      Oben auf dem Foto siehst du den Plan für die aktuelle Woche.
      Nudelauflauf, Lachs-Quiche, Süßkartoffelsuppe, Pizza und gefüllte Paprika gibt es bei uns :)!

      Liebe Grüße

      Sarah

  • Reply Sandra April 4, 2018 at 10:35 am

    Hallo Sarah!
    Vielen Dank für deine Erfahrungen und Tipps! Ich habe auch vor ein paar Wochen mit dem Mealplaning angefangen. Ich plane meistens am Do oder Fr, weil wir wenn es geht am Samstag alle zusammen einkaufen. Was ich jetzt noch machen möchte ist ein Rezeptbuch mit den bewärten gerichten. Ich hoffe, dann geht das Planen noch ein bisschen schneller. Ich versuche aber auch immer wieder was neues auszuprobieren.
    Ich denke, die Planungszeit ist gut investiert. Seitdem ist das Essen auf jeden Fall abwechslungsreicher geworden und es gibt nicht immer nur Gemüse mit irgendeiner Soße 🙂
    Liebe Grüße

    • Reply Sarah April 4, 2018 at 10:38 am

      Hallo Sandra!
      Ich habe auch schon daran gedacht ein Rezeptbuch zu machen. Wahrscheinlich würde das bei der Planung zusätzlich helfen. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass durch das Planen abwechslungsreicher gegessen wird.
      Wirklich gut investierte Zeit!

      Liebe Grüße zurück

      Sarah

    • Reply Julia April 4, 2018 at 1:33 pm

      Hallo, ich habe mir vor meine gesammelten Rezepte ein Ausdruck angefertigt, wo ich die besten Rezepte, quasi als „Schnellsuche“ aufgelistet habe. Das hilft mir auch oft als Hilfe, wenn ich keine Ideen habe

      Leider kann man kein Foto hochladen, sonst würde ich es dir zeigen. Ist schwer zu erklären

    • Reply Julia April 4, 2018 at 2:18 pm

      Hallo, ich habe mir vor meine gesammelten Rezepte ein Ausdruck angefertigt, wo ich die besten Rezepte, quasi als „Schnellsuche“ aufgelistet habe. Das hilft mir auch oft als Hilfe, wenn ich keine Ideen habe

      Leider kann man kein Foto hochladen, sonst würde ich es dir zeigen. Ist schwer zu erklären

  • Reply Lulu April 4, 2018 at 10:54 am

    Sehr gute Idee! Ich habe auch immer kaum Zeit zum kochen! Ich werde das auch ausprobieren!)

    • Reply Sarah April 4, 2018 at 10:56 am

      Das freut mich :)!

      Dann wünsche ich dir munteres Planen!

  • Reply Jutta April 4, 2018 at 12:25 pm

    Hallo Sarah,
    tolle Inspiration für viele Menschen, habe auch die Erfahrung gemacht dass die intensive Zeit der Planung am Sonntag bzw. am Samstagabend eine enorme Erleichterung war bzw. in vereinfachter Form heute noch ist.
    War deshalb denn als noch alle 3 Kinder zuhause waren musste vieles mehr nach Struktur ablaufen, heute mit nur noch 1 Kind im Haushalt geht es leichter.
    Ich arbeite im Einzelhandel Lebensmittel und wenn ich sehe wie planlos viele Mütter mit hungrigen Kinder zur Mittagszeit in den Laden kommen und dann noch fragen : was magst du essen???…kann ich nur lachen und denke oft oh man mit ein bisschen mehr Planung kann man es sich doch einfach machen.
    Bist ne tolle Mama, hast sooo süße Mäuse…
    LG Jutta
    P.S….bin ja schon ne alte Mama ( hust, ok Nachzügler ist 11)) aber ich schau dich und Kathrin einfach gerne…

  • Reply Lena April 4, 2018 at 1:44 pm

    Toller Beitrag!
    Vieles versuche ich auch so umzusetzen.
    Zur Zeit versuche ich Uni, Haushalt und Kleinkind unter einen Hut zu bekommen.
    Das Essen zu planen nimmt mir viel Arbeit ab. Leider klappt es nicht jedesmal oder wird während der Woche über den Haufen geworfen.
    Ich werde versuchen deine Tipps mit in meine Planung einzubeziehen!

  • Reply Jana April 4, 2018 at 2:28 pm

    Super! Hier läuft es exakt so wie bei euch ! Ich habe damit schon vor Jahren vor der Geburt unserer Tochter begonnen und nun kommt es uns zugute. Danke für den Beitrag:)

  • Reply Thesi April 4, 2018 at 5:44 pm

    Hallo Sarah.
    Seit ich dreifach Mama bin mache ich auch Meal Planing. Die Stunde, die man sich nehmen muss zahlt sich voll aus. Ich plane für 2 Wochen, das klappt auch sehr gut. Ich koche auch oft schon in der Früh vor, wenn die Kinder noch schlafen (alles schnippeln und herrichten), damit ich Mittags meist alles nur noch „zusammen rühren“ muss. Von Bekannten wird mein Meal Planing eher belächelt, sie gehen jeden Tag oder jeden zweiten Tag einkaufen. Umso schöner für mich, dass du es auch so machst!
    Danke
    Liebe Grüße Theresia

  • Reply NiNa1985 April 5, 2018 at 12:45 am

    Ich erstelle auch schon seit ein paar Jahren Wochenpläne fürs Essen (allerdings eher auf krakeligen Minizetteln) und finde es auch sehr zeitsparend und ökonomisch. Außerdem hat man die Abwechslung der Gerichte auch etwas im Überblick. Die Idee mit einem schönen Kalender dazu finde ich klasse, den habe ich direkt schon mal bestellt .

    Mein langfristiges Projekt, das bis jetzt allerdings noch in meiner Phantasie existiert und auf die Umsetzung wartet, für den Alltag mit bald zwei Kindern sind laminierte Rezeptkarten (im Karteikartenformat), auf denen ich bei uns beliebte und gängige Rezepte mit Bild gestalten möchte, vielleicht auch in unterschiedlichen Farben bzw. mit Symbolen versehen (je nach Kategorie Fisch, Fleisch, Pasta, Suppe etc.), damit ich die Kinder irgendwann in die Essensplanung mit einbeziehen kann und sie anhand der Karten auch mal die Gerichte für eine Woche aussuchen können (z.B. mit bestimmten Vorgaben wie 1x Fisch, 1x Suppe, 1x Vegetarisch etc.).

  • Reply Eli April 9, 2018 at 8:08 pm

    Ich finde das klingt wirklich sinnig und hilfreich ,wenn man Routine entwickelt hat sicher eine gute Sache….aktuell für mich im Referendariatswahnsinn nicht zu schaffen (hätte sich vermutlich zu Beginn angeboten und wäre jetzt echt eine Erleichterung) , da Lehrproben und Bewerbungen mit Kind und Hund gerade absolut Herausforderung genug sind… aber ich glaube ich werde dass dann im Mai nach all dem Stress mal austesten.

    • Reply Sarah April 9, 2018 at 8:11 pm

      Ich kenne den Stress aus dem Ref noch allzu gut. Durchhalten!!! Ich wünsche dir alles Gute!

      Liebe Grüße

      Sarah

  • Reply Tanja April 15, 2018 at 6:06 pm

    Eine tolle Idee. Jetzt mit zwei Kindern ist es bei mir im Alltag auch etwas turbulenter und ich suche nach wegen der Erleichterung. Der Kalender ist super! Das Inlay fürs mealplanning hat du selbst gemahnt oder gekauft? Wenn gekauft dann wo?
    Gerne mehr Tipps zur Organisation im Alltag!

  • Reply Meike April 29, 2018 at 11:00 am

    MealPlanning oder ganz altmodisch „Speiseplan“ ist für mich auch ein absolutes Muss und zwar schon immer, auch bevor wir noch keine Kinder hatten. Bei uns dauert die Planung aber nicht so lang, da ich immer in die Runde nach Essenswünschen frage und dann gleich parallel den Einkaufszettel schreibe. Auch Kochbücher helfen natürlich bei der Planung. Für alle, die nicht aufwändig kochen wollen oder können, kann ich die Kochbuch-Reihe „20 Minuten sind genug“ empfehlen. Es sind abwechslungsreiche, unkomplizierte Gerichte enthalten, die absolut familiengeeignet sind!
    Liebe Grüße aus dem schönen Allgäu,
    Meike

  • Schreibe einen Kommentar zu Julia Kommentar verwerfen