Oktober 14, 2017 // Just Blogging

Halbzeit – Bergfest – 20 Wochen schwanger

Wahnsinn, jetzt bin ich doch tatsächlich schon 20 Wochen schwanger. Halbzeit oder Bergfest sozusagen. Heute möchte ich schon einmal ein kleines Resümee über die letzten Wochen ziehen. Schwanger sein und zeitgleich ein Kleinkindmädchen und ein Babymädchen (ach Quatsch, Carla ist ja jetzt auch hoch offiziell ein Kleinkind) zu haben, lässt mich manchmal an meine Grenzen kommen.

Gefühlt bin ich jetzt schon Dreifach-Mama. Verantwortlich für meine beiden Mädchen und meinen kleinen Jungen in meinem Bauch. Manchmal ist das – um ehrlich zu sein – ein kleine Zerreißprobe, denn es ist schwierig allen gleichermaßen gerecht zu werden. 

Lotta möchte am Nachmittag Action haben, zur Musikschule gehen, sich mit Freundinnen und Freunden treffen, malen, basteln, toben, lesen, auf den Spielplatz gehen und und und. 

Carla läuft die ersten Schritte allein, bekommt gerade Zähne, fällt häufig hin und möchte gerne beschäftigt werden und sucht stetig meine Nähe – ganz besonders dann, wenn sie von ihren Mausezähnchen geplagt wird.

Dann ist da noch der kleine Bauchbewohner, der sich seit kurzem deutlich bemerkbar macht. Er tritt und verlangt so am Abend, wenn hier es hier im Haus zur Ruhe gekommen ist, auch nach ein wenig Aufmerksamkeit. Ich merke am Abend oftmals, wie erschöpft ich wirklich bin. Haushalt, Kinder und Co halten mich stets in Bewegung und da bleibt wenig Zeit für wirkliche Ruhepausen. Das werden die meisten Mamas unter Euch sicherlich kennen. Zeit für mich bleibt momentan eher weniger. Dabei warten zig Gesichtsmasken und ein halbes Duzend neue Nagellacke darauf ausprobiert zu werden. Der Wille etwas für mich zu tun ist schließlich da, doch entscheide ich mich am Abend lieber für mein Bett, anstatt mir eine schöne Gesichtsmaske oder ein ausgiebiges Bad zu gönnen. Die Quittung für die wenigen Ruhepausen habe ich bereits bekommen, mein Körper hat mir klar zu verstehen gegeben, dass es zu viel war und ich habe mir fest vorgenommen, alles ein bisschen ruhiger angehen zu lassen.

Besonders für mich und den Bauchbewohner.

Hier ein paar Fakten über die bisherigen 20 Schwangerschaftswochen

Schwangerschaftswochen, Gewichtszunahme

Seit dem letzten Termin bei meiner Gynäkologin habe ich einen großen Bogen um die heimische Waage gemacht, aber ich vermute, dass vielleicht noch das ein oder andere Schangerschaftskilo dazu gekommen ist. Ich empfinde mich auf jeden Fall als deutlich runder.

Symptome

Die nervige Übelkeit ist noch immer nicht komplett verschwunden, dennoch geht es mir im Vergleich zu vor ein paar Wochen wirklich deutlich besser. Müdigkeit und Übelkeit scheinen in dieser Schwangerschaft untrennbar zusammen zu gehören. Das bedeutet, dass am Abend oder am späten Nachmittag die Übelkeit ab und zu noch hallo sagt. 

Leider leide ich unter extremen Rückenschmerzen. Meine Oberweite hatden letzten Wochen ordentlich zugelegt (das ist mit ein bisschen peinlich, aber es sind jetzt bereits mehr als zwei Größen!) und da ich nur knapp über 1,60 m bin, leidet mein Rücken sehr unter dieser BeLASTung. Auch in den letzten beiden Schwangerschaften machte mir der Rücken schwer zu schaffen und erfahrungsgemäß weiß ich, dass es bis zur Geburt nicht besser, sondern eher schlimmer wird. 

Stimmung

Emotional. Gerade das Thema der Namenssuche hat mir schon das ein oder andere Tränchen in die Augen schießen lassen. 

Heißhunger und Abneigungen

Nutella-Brot finde ich derzeit großartig. Zum Abendbrot mit meinen heiß geliebten rohen Möhren – ein Träumchen!

Kürbis und (Süßkartoffel-)Pommes sind nach wie vor meine Favoriten. An dieser Stelle nochmal vielen lieben Dank für die tollen Rezepte! Ihr wisst einfach wie man ein schwangeres Schleckermäulchen wie mich glücklich macht! 

Highlight

Das erste bewusste Wahrnehmen meines Sohnes im Bauch. Kleine Füßchen, leichte Tritte. Hach, das war unglaublich schön. Ein absoluter Gänsehautmoment. Einfach etwas ganz besonderes dieses Wunder erleben zu dürfen.

Kindsbewegungen

Besonders am Abend fängt der kleine Mann an sich durch leichte Tritte bemerkbar zu machen. Tagsüber halten mich meine beiden Mädchen so auf Trab, dass ich meinen kleinen Bauchbewohner so gut wie gar nicht wahrnehme. Umso schöner finde ich es, wenn am Abend Ruhe eingekehrt ist und ich so kleine Momente habe, in denen ich ihn ganz bewusst wahrnehme.

Gekauft, geliehen, ins Auge gefasst

Ich habe mir doch noch ein paar Teile für meine Umstandsgarderobe  gegönnt. Leider zähle ich nicht zu den Frauen, die sich während der Schwangerschaft wunderschön finden. Ich empfinde mich als ordentlich rund. Mein ganzer Körper ist schwanger, wenn ihr versteht was ich meine. Ich nehme nicht nur vorn am Bauch zu und habe eine kleine Kugel, sondern ich wachse in dieser wie auch in den beiden vorherigen Schwangerschaften in die Breite. Brust, Bauch, Beine und Po – das habe ich alles und besonders ersteres mehr als mir lieb ist (ich sag nur Rücken).

Ansonsten habe ich noch ein paar gebrauchte Kleidungsstücke für unseren Nachwuchs in den kleineren Größen von einer lieben Freundin bekommen. Darüber habe ich mich wirklich wahnsinnig gefreut!

Jede Schwangerschaft ist anders und besonders. Ich werde zukünftig die Wäsche ab und zu einfach mal liegen lassen, mir ein Bad am Abend gönnen und wie es so schön heißt „Fünfe gerade sein lassen“.

Schließlich bin ich auch jetzt schön für drei wundervolle Kinder verantwortlich und möchte versuchen allen gerecht zu werden, das heißt auch, ein wenig mehr auf mich zu achten!

In diesem Sinne, liebe Mamas und Mitschwangeren, tut Euch heute mal etwas Gutes und gönnt Euch eine kleine Auszeit!

Bis bald!

Eure Sarah

 

 

Mama Bird T-Shirt  *

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8 Kommentare

  • Reply Sandra Oktober 14, 2017 at 11:26 am

    Liebe Sarah!!!
    Was für ein ehrlicher und emotionaler Blogpost. Ich musste gerade an meine Schwangerschaft zurückdenken (letztes Jahr). Für mich war das auch alles sehr emotional und ich fand mich auch nicht immer schön. Die Waage habe ich auch gemieden (obwohl ich am Ende nur eine kleine Kugel hatte, fühlte ich mich nicht wohl in meiner Haut). Nichts desto trotz möchte ich dir sagen, dass du wunderschön schwanger bist und ich meinen Hut vor dir ziehe. Drei Kinder sind nicht ohne. Noch dazu wenn man körperliche Einschränkungen hat.
    Ich wünsche dir weiterhin alles alles Gute, tägliche Ruhepausen für dich und viele tolle Glücksmomente. 🙂
    Sandra

    • Reply Sarah Oktober 14, 2017 at 11:31 am

      Liebe Sandra,

      DANKE für deine lieben Worte!

      Lieben Gruß

      Sarah

  • Reply WirundSie Oktober 16, 2017 at 8:16 am

    Liebe Sarah.
    Da ich aktuell in der 19.SSW bin lese ich sehr gerne von dir und deiner Schwangerschaft, da es doch die ein oder andere Gemeinsamkeit gibt. Vielen Dank, dass du uns teilhaben lässt.

    • Reply Sarah Oktober 17, 2017 at 12:38 pm

      Ich wünsche dir alles Gute und eine möglichst beschwerdefreie Schwangerschaft!

      Liebe Grüße

      Sarah

  • Reply Lena Oktober 17, 2017 at 12:30 pm

    Hallo Sarah!
    Du bist einfach so sympathisch. Ich lese deine Beiträge hier als auch bei Instagram wirklich gern.
    Ich bin selber in der 17. Woche schwanger und ich meine so langsam auch den kleinen Bauchbewohnet zu spüren. Wann war es bei dir das erste Mal so richtig bewusst?
    Ich habe wirklich Respekt vor dem, was du jeden Tag leistest.
    Bei uns ist es das zweite Kind und manchmal kommen diese Gedanken, ob man das alles schafft und allen gerecht wird.
    Du machst das echt toll und wirkst immer so taff. Da kann man sich wohl eine Scheibe von abschneiden.

    • Reply Sarah Oktober 17, 2017 at 12:37 pm

      Hallo Lena!
      Ich wünsche Dir eine wunderschöne Schwangerschaft. Bei mir war es eines abends ganz plötzlich und ganz bewusst. Der Kleine hat sich ordentlich bemerkbar gemacht. Seitdem spüre ich ihn eigentlich jeden Abend, wenn die Mädchen schlafen und ich die Füße hochlegen darf .
      DANKE für deine lieben Worte! Ich habe aber auch meine Momente, in denen mir alles zu viel wird.
      Alles Gute für dich und deinen Bauchbewohner!

      Sarah

  • Reply Sabrina Oktober 17, 2017 at 5:26 pm

    Liebe Sarah,
    Was für ein offenes Schwangerschaftsupdate :). Die SS kann eine richtige Herausforderung sein, vorallem mit Kleinkindern zu Hause. Für Pausen ist oft keine Zeit und der Körper macht sich da deutlich bemerkbar. Diese SS bin ich sehr sehr geschafft. Ich arbeite noch 100% und habe zu Hause ein sehr aktives und emotionales 3 jähriges Mädchen. Ich gehe oft an meine Grenzen. Mir fehlt die Ruhe. Wir haben eine kleine Eule, die fast nie vor 21.30 Uhr schläft und somit bleibt mir das Sofa noch nicht mal in den Abendstunden. Auch in der 27 ssw ist die Übelkeit noch nicht völlig weg. Zwar so viel besser als am Anfang aber unwohl sein im Magen und unterschwellige Übelkeit sind treue Begleiter. Rücken und rastlose Beine machen die Abende schwer. Ich gehöre auf jeden Fall nicht zu den Frauen die in der SS aufblühen und so wunderschön von innen strahlen. Eher wie ein abgelämpften, müdes Flusspferd 😀

    • Reply Sarah Oktober 17, 2017 at 5:32 pm

      Liebe Sabrina,

      ich fühle mich auch wie ein Flusspferd. Da musste ich gerade ein bisschen schmunzeln. Mir geht es da ähnlich wie dir! Ich wünsche Dir für die restliche Schwangerschaft alles Gute! Ruhepausen sind so wichtig, aber im Alltag einfach sehr schwer umzusetzen.

      Liebe Grüße

      Sarah

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