Februar 7, 2018 // Kinderkram

Fingerfood und Flasche

Mein kleiner Sohn ist 16 Monate alt. Zeit für ein Update im klassischen Sinne. Doch was ist heute noch klassisch? Die Frage: Was koche ich heute? Die ist ein Klassiker. Ich stehe ihr täglich gegenüber. Carl lernt gerade das Essen. Meist mit den Fingern, mal mit einer Gabel oder dem Löffel. Letzterer wird jedoch als Beißring missbraucht. Carl zahnt. Er ist oft müde oder emotional sehr aufgeladen. Ähnlich wie ich in diesen Tagen. Meine kulinarischen Bemühungen quittiert er mir darum an manchen Tagen mit frustriertem Kopfschütteln. An anderen Tagen hingegen muss schnellsten Nachschub auf den Teller, wenn dieser sich leert. Ich betreibe daher kein Meal Planning. Denn die Mahlzeiten von Carl sind hängen an seiner Tagesform. Und an meinem Müdigkeitslevel.

Doch fangen wir, wie immer schon, mit den Fakten an:

  • Zähne: 9
  • Kleidergröße: 86
  • Schlaf: 90- 120 Minuten am Mittag, 11 bis 12 Stunden in der Nacht
  • Milchflaschen: 3 bis 4 mit je 200ml Hipp Bio 1er Milch
  • Wasser: 40 bis 120 ml
  • Wörter: Mama, Muh, ham, Aua, Heia

Die Ernährung interessiert viele von Euch. In der Tat bemerke ich da ein paar positive Veränderung. Dem halben Backenzahn sei dank. Carl mag alles haben, was er bei uns auf dem Teller sieht. Er kann da sehr stark seinen Willen einfordern. Daher gibt es für ihn jetzt morgens auch das Müsli von Freche Freunde in die Schüssel*. Meist wärme ich die Milch ein wenig in unserem Milchaufschäumer an. Vormittags snackt er nur ungern bzw. wenig. Mittags greift er dann ordentlich zu. Nudeln und Brokkoli sind definitiv Favoriten. Gnocci und Kartoffeln werden mittlerweile nur noch ungern genommen. Fleisch mag er gerne als Würstchen- oder Hackvariante. Fischstäbchen werden akzeptiert. Gemüse greift er offensiv vom Teller. Kohlrabi, Möhren, Erbsen und Zuchhini bekommen den Daumen nach oben.

Doch all das gute Essen hilft nicht, wenn er in der Nacht Durst hat. Die Flaschen in der Nacht werden zur Gewohnheit. Diverse Ansätze habe ich durch, um ihn davon ab bekommen. Vor allem, um mir mal zu mehr Schlaf zu verhelfen. Allerdings kann er so laut und fordernd schreien, dass ich ein Aufwachen seiner Schwester lieber nicht riskieren will. In Nächten mit Zahnweh, schreit Carlchen ohnehin im Endstufenmodus und wird oft an den Papa weiter gereicht. Ich lasse ihm also seine Flaschen. Eines Tages werden wir dann hoffentlich davon befreit.

Seine erste „richtige“ Krankheit hatte er im Januar. Eine beginnende Bronchitis mit Fieber. Das war für mich eine neue, sehr düstere Erfahrung. Ich war nur dankbar, dass wir in Deutschland ein gutes Ärzte und Apotheken Netz haben. So hatte der Spuk bald ein Ende.

Motorisch ist Carl weiter eifrig dabei. Unsere Treppe im Haus meistert er allein. Nicht, dass ich das wollte. Aber sobald eine Tür vergessen wurde, flitzt er los und nutzt seine Chance. Selbst das ursprüngliche Zwei-Gatter System, das wir uns ausgedacht hatten, wurde von ihm zerlegt. Also lasse ich ihm sein tägliches Training und freue mich, dass er von Tag zu Tag sicherer wird. Er klettert gerne in und auf Schränke. Er macht Anstalten zu hüpfen. Mit und ohne Rody Pferd*. Nur das Bobby Car. Das ist noch außerhalb seiner Bewegungslogik und wird böse angeschimpft.

Sprachlich hat sich, wie ihr oben sehen konntet, ein klein wenig getan. Er versteht schon wesentlich mehr, als er aussprechen kann. Allerdings ist er eher mundfaul und muss regelrecht zum Sprechen animiert werden. Ich will mich aber nicht beschweren und bin glücklich, dass auch bei ihm die Kuh nun „muh“ macht.

 

 

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4 Kommentare

  • Reply Lena Februar 7, 2018 at 10:40 am

    Wie immer ein schönes Update! Freue mich es zu lesen. Nicht um einen Vergleich zu meinem Sohn zu ziehen aber um zu wissen, dass jede Mami mit kleinen oder großen Problemchen zu kämpfen hat. Du meisterst das großartig und der Kleine entwickelt sich super! Danke für den Einblick. Ganz liebe Grüße sendet dir Lena

    • Reply Kathrin Februar 7, 2018 at 9:17 pm

      Danke für das liebe Feedback!

  • Reply Thesi Februar 7, 2018 at 3:31 pm

    Danke für diesen Einblick. Schön geschrieben!
    Mein Sohn ist 14 Monate. Er verlangt nachts 2-3 Milchflaschen. Ich habe auch schon alles durch was ihn davon evtl. abbringen könnte. Aber ohne Erfolg. Ich lass ihm seine Flaschen und hoffe es erledigt sich doch noch von selbst.
    Liebe Grüße

    • Reply Kathrin Februar 7, 2018 at 9:16 pm

      Jede Mutter kennt ihr Kind am besten. Ich wünsche uns beiden weiter viel Kraft 🙂

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