Juni 24, 2017 // Selber machen

DIY Piratenschiff-Sandkasten

Lottas Sandkasten war nach zwei Jahren und etlichen Reparaturen völlig hinüber. Wir suchten also nach dem perfekten Sandkasten. Es sollte ein Piratenschiff sein, Sitzbänke und einen Deckel haben.

Wir recherchierten stundenlang und fanden keine Variante, die uns Gefallen wollte. Da mein Mann zugegebener Weise handwerklich sehr begabt ist und über ein gutes Vorstellungsvermögen verfügt, konstruierte und baute er in mühevoller Arbeit unseren absoluten Traumsandkasten.

Wir sammelten gemeinsam Ideen, überlegten und setzten das Ganze schließlich um. Heute teilen wir unser jüngstes DIY-Projekt, in dem wahnsinnig viel Herzblut steckt, mit Euch.

Schritt für Schritt erfahrt ihr was ihr alles benötigt und wie ihr vorgehen müsst, damit am Ende dieser wundervolle Piratenschiff-Sandkasten entsteht.

Material

 

Werkzeuge

Das Schiff wurde hauptsächlich aus Standardmaterial für Holzterrassen gebaut. Zuvor haben wir eine Terrasse gebaut und hatten noch etwas Material übrig, außerdem ist es preisleistungsmäßig super.

Wir haben hauptsächlich Douglasie mit den Dielenmaßen 120 mm x 28 mm und Douglasie Unterkonstruktionsholz mit den Maßen 70 mm x 45 mm verbaut. Douglasie ist mit dem entsprechenden Öl schön anzusehen und es hält der Witterung gut stand. Zu Beginn haben wir unseren Grundriss festgelegt, indem wir die Dielen mit den Kanthölzern in den Ecken mit Standard Edelstahlschrauben für Terassenbau verschraubt haben. Im Baumarkt recht teuer, aber über Amazon kann man die Hälfte sparen!

Bitte achtet darauf zwischen den Terassendielen 5 mm Luft zu lassen, damit das Holz Platz hat sich auszudehnen. Die Steuerbrücke hat nun noch zwei weitere Konstruktionshölzer mit derselben Länge wie die anderen beiden bekommen. An diesen werden später die Dielen befestigt. Der mittlere Teil ist mit zwei Dielen schon von der Höhe fertig, da in diesem 1300 mm langen Bereich später der eigentliche Sandkasten entsteht. Der vordere und hintere Teil wurde von uns noch mit Terrassendielen verstärkt, damit auch später problemlos Erwachsene das Steuerrad oder am Bug das Fernrohr bedienen können. Des Weiteren haben wir am Bug weitere Konstruktionshölzer am oberen Rand der Dielen angebracht, um Platz für die Schrauben der Deckdielen zu erhalten. Für das Fernrohr wurde ein Kantholz senkrecht an der Bugspitze angebracht.

Zur Befestigung des Steuerrades wird in der Mitte des Schiffes am Heck ein Kantholz an den senkrechten Dielen befestig. Die Höhe des Holzes für Steuerrad und Fernrohr ist natürlich abhängig von der Größe eurer Kinder.

Nun können die Dielen am Heck an der Außenseite des Schiffes angebracht werden. Auch hier haben wir jeweils 5 mm zwischen den Dielen Luft gelassen.

Wir haben uns spontan entschieden noch eine Fahne am Heck zu befestigen, deswegen haben wir dort eine etwas schmalere Douglasienlatte verbaut. Aus diesem Holz haben wir dann auch die vorne am Bug zu sehenden senkrechten Halterungen für die Frontverkleidung erstellt.

Jetzt beginnt der eigentlich Bau des Sandkasten. Links und rechts entstehen Sitzbänke, denn wenn die kleinen im Sand spielen wollen Mama und Papa ja auch Platz zum Sitzen haben. Dieser Teil der Sitzbank ist fest verschraubt.

An die festgeschraubte Bank (Diele 1 und 2) wird nun die 3. Diele mit zwei Scharnieren befestigt. Achtet bei der Länge der Dielen für den Deckel des Sandkasten auf 10 mm Luft links und rechts, damit genug Platz zum Klappen bleibt auch wenn sich das Holz mit der Zeit mal etwas verzieht. Die 4. Diele wird mit der 3. unterhalb der Scharniere auf der anderen Seite der Diele verschraubt. Zu sehen bei der aufgeklappten Bank rechts. Diele Nr. 5 wird mit Diele Nr. 4 wieder mit zwei Scharnieren auf der Oberseite verschraubt. Und die 6. Diele wird wieder von unten mit einem Holz wie bei Diele 3 und 4 verschraubt.

Damit die Rückenlehne nicht umklappt, wenn man sie aufklappt, werden jeweils zwei Stützhölzer (im Bild rot markiert) auf die Diele 5 und 6 montiert Achtung nicht auf Diele Nr. 4, denn dann würde der Klappmechanismus nicht mehr funktionieren.
Wir wissen, dass es ziemlich kompliziert sich anhört, aber mit den Bildern wird das sicher klappen. Man wir mit einer tollen Doppelfunktion belohnt. Der Sandkasten kann zugeklappt werden und wird dadurch nicht als Katzenklo von der eigenen oder Nachbarskatzen interpretiert  und außerdem kann es so auch schön als Klettergerüst dienen, wenn Sand mal nicht mehr gewünscht ist.

 

Zum besseren Verständnis hilft euch vielleicht diese Ansicht mit aufgeklappten Sitzbänken.

Das Heck haben wir zum Schluss noch mit einem Abschluss verschönert. Dazu haben wir die Dielen auf 45° Gehrung gesägt und die Außenecken auch noch mit 45° Fasen versehen.

Zum Abschluss nicht vergessen das Sandkastenvlies mit dem Tacker zu befestigen, damit die schöne Arbeit nicht durch Unterkraut kaputt gemacht wird. Zum besseren Schutz Holzes kann man das Schiff natürlich noch ölen und auf Terassenpads stellen damit es nicht in der Feuchtigkeit steht.

Danach kann endlich mit dem schönsten begonnen werden. Sand einfüllen, Steuerrad, Fernrohr und die Piratenflagge anbringen, um endlich mit dem Spielen zu beginnen.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Nachbauen!

Wir sind gespannt auf Euer Feedback!

Eure Kinder werden bei einem solchen besonderen Sandkasten sicher Augen machen!

Bis bald!

Eure Sarah

* Diese Links sind Affiliate-Links. Für Euch entstehen durch die Nutzung dieser keine Mehrkosten, aber ihr unterstützt damit meine Arbeit. Danke :)!

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18 Kommentare

  • Reply Adriana Kowalski Juni 25, 2017 at 8:34 am

    Liebe Sarah, der sieht so toll aus…einfach ein Kindertraum!!!
    Wahnsinn was du und dein Mann da hingezaubert habt. Kannst du mir sagen, wie groß euer Grundstück ist…solche tolle Ideen brauchen ja schon ein wenig Platz und ich vermute mal, dass es bei uns (mit unseren 505qm) ein wenig eng werden würde.
    Jedenfalls haben Lotta, Carla und all deren Freunde bestimmt eine Menge Spaß mit diesem Sandkasten…die Eltern inklusive
    GLG Adriana

    • Reply Sarah Juni 25, 2017 at 9:05 am

      Liebe Adriana,

      Vielen lieben Dank für deine lieben Worte. Das Kompliment gebe ich sehr gerne an meinen Mann weiter.
      Sagen wir es mal so, unser Grundstück ist wirklich überschaubar und wir haben den Sandkasten an eine Stelle gesetzt, die sonst nicht genutzt worden wäre (zwischen Zaun und Baum).

      Liebe Grüße
      Sarah

  • Reply Sven K Juli 10, 2017 at 10:30 am

    Hallo Sarah,

    da habt ihr wirklich ein tolles Schiff gebaut!
    Habt ihr zufällig irgendwo auch grob aufgeschrieben, wie viele Hölzer wovon Ihr benötigt habt?
    Das kann man ja nirgendwo finden und nur durch „zusammenzählen“ erahnen.

    Unser Plan ist, dies am Freitag nachzubauen und als neue Hauptattraktion mitten in den Garten zu stellen 😉

    VG
    Sven

    • Reply Sarah Juli 10, 2017 at 10:39 am

      Hallo Sven,

      tatsächlich haben wir das nirgens aufgeschrieben. Im Vorfeld haben wir selbst nicht genau gewusst wie viel Holz wir verwenden müssen und haben uns einen ordentlichen Vorrat zugelegt. Am Ende fehlte dann natürlich auch noch etwas und wir mussten erneut in den Baumarkt unseres Vertrauens. So genaue Angaben kann ich leider auch nachträglich nicht machen. Das Schiff kann man natürlich beim Nachbauen größer oder kleiner machen, so dass uns wichtig war „nur“ zu zeigen in welcher Reihenfolge man vorgehen sollte und was man an welcher Stelle beachten muss. Mein Tipp, einfach ein bisschen mehr Holz kaufen, denn umtauschen kann man ja immer noch . Ich bin gespannt auf euer Ergebnis und freue mich über ein Bild (vielleicht mit Verlinkung bei Instagram?!).
      Viel Spaß beim Nachbauen!
      Liebe Grüße
      Sarah

  • Reply Dennis August 9, 2017 at 4:42 pm

    Hallo Sarah,

    wie würden es gerne auch nachbauen, weil es uns wirklich sehr, sehr gut gefällt.
    Ich hätte dazu auch eine Frage: welche Maße haben die Platten, auf dem das Ganze steht? 30×30? 25×25?

    Gruß, Dennis

    • Reply Sarah August 9, 2017 at 8:35 pm

      Hallo Dennis,

      die Platten haben die Maße 30×30 cm.

      Viel Spaß beim Nachbauen!

      Liebe Grüße

      Sarah

  • Reply Julia von wolfcraft September 20, 2017 at 12:14 pm

    Hallo Sarah,

    was für ein cooles Projekt! Da möchte man ja glatt wieder Kind sein. 🙂 So wie es aussieht, wird das Wetter in den nächsten Tagen auch wieder freundlicher, vielleicht kann eure Piratin ja dann wieder auf Reisen gehen. Schön, dass bei so einem tollen Projekt unsere Einhandzwingen zum Einsatz gekommen sind.

    Liebe Grüße, Julia von wolfcraft

  • Reply Leonie Oktober 22, 2017 at 5:10 pm

    Hallo Sarah,
    was für ein tolles Schiff! Ganz lieben Dank für die Anleitung! Wir sind schon länger auf der Suche nach so etwas, weil wir die fertig zu kaufenden Sandkasten-Schiffe immer viel zu klein finden. Mich würde sehr interessieren, was euer Projekt insgesamt ungefähr gekostet hat. Wir haben nämlich auch noch eine Schaukel und einen Zaun in Planung…
    Danke und liebe Grüße!
    Leonie

    • Reply Sarah Oktober 22, 2017 at 6:17 pm

      Ich kann dir die Frage nicht genau beantworten, da wir noch Restholz verwendet haben.
      Aber mit Sicherheit um die 600€.
      Kein Schnäppchen, aber dafür ein Unikat, an dem unsere Kinder hoffentlich ein paar Jahre Freude haben werden.

      Liebe Grüße

  • Reply Christian März 2, 2018 at 9:04 pm

    Hallo Sarah,
    auf der Suche nach Inspiration für einen neuen Sandkasten bin ich auf euren Blog gestoßen.
    Ich wollte ebenfalls einen Sandkasten mit “Bank-Klapp-Abdeckung“ und Schiffsform.
    Meine Skizze sah tatsächlich eurer recht ähnlich – diese wäre allerdings für meinen Geschmack und Garten zu groß und teuer geworden da ich bei unserem örtlichen Baumarkt nur 14,8 cm breite Dielen bekommen hätte und entsprechend geplant hatte.
    Danke für deine Mühe den Bau so toll zu dokumentieren und die wertvolle “Einkaufsliste“! Die Bilder haben mich überzeugt es euch nachzubauen 😉
    Kosten- und Verbrauchsmäßig möchte ich einen kleinen Beitrag leisten und potentiellen “Nachbauern“ noch weitere Informationen auf den Weg geben.
    Die Abmessungen habe ich geringfügig verbrauchsoptimiert für 3m Dielen angepasst, z.B. die Länge der Dielen für die Breite auf 1,5 m eingekürzt. Am Bug habe ich zwischen den Sparren in der Mitte eine Luke eingebaut. Dadurch kann man kürzere Reststücke verwenden und das Sandspielzeug darunter in einer Box “verschwinden“ lassen. Ich hatte schlussendlich Holzreste von in der Summe vielleicht 0,5 m.
    Die Sparren habe ich aus Unterkonstruktionsholz gebaut, damit auch ich mit den Schrauben treffe 😉
    Verbraucht habe ich schlussendlich 25 Stück 3m Dielen, 4 Stück 45x70mm und 2 Stück 28x45mm (je 2m Länge). Wie du aber schon geschrieben hast: Kauft lieber etwas mehr. Nichts ist ärgerlicher als wenn man wegen ein paar cm nochmal los muss.
    Kostenmäßig sind es ziemlich genau 360,- Euro geworden – ohne Wegplatten, da ich noch welche liegen hatte.
    Im Zweifel sind diese aber auch gerne mal in diversen Keinanzeigen zu verschenken oder wenig Geld zum abholen zu haben… Unbedingt nötig sind diese sicherlich nicht. Damit man aber lange daran Freude hat und vor allem als Rasenkante beim mähen würde ich diese aber empfehlen. Als Wekzeug habe ich lediglich Kreissäge, Stichsäge und Akkuschrauber gebraucht. Fazit: Spielspaß garantiert (nicht nur für die Kinder), individueller Hingucker im Garten (auch im kleinen Garten) und auch vom etwas geübten Heimwerker gut zu bewerkstelligen.

    Vielen Dank nochmal für die Anleitung und Mühe! Unsere beiden kleinen Hexen können die Sandkastensaison kaum abwarten 😉

    Viele Grüße
    Christian

  • Reply Niklas März 18, 2018 at 4:00 pm

    Sieht klasse aus. Habe es angefangen nachzubauen. Finde deine Bilder bzw Erklärung manchmal unverständlich. Aber beim Bauen ergibt sich alles von selbst. Habe es ein bisschen abgeändert, aber den Grundgedanken übernommen.

    Lg Niklas

    • Reply Sarah März 18, 2018 at 4:28 pm

      Hallo Niklas.
      Erstmal viel Erfolg beim Nachbauen. Wenn du Zeit hast, schreib mir gerne an welcher Stelle du etwas nicht verstanden hast. Dann kann ich den Text gerne anpassen.

      Liebe Grüße

      Sarah

      • Reply Niklas März 19, 2018 at 7:09 pm

        Naja ich hab es ja hinbekommen. Wie gesagt, beim bauen erklärt alles von selbst. Wüsste jetzt nicht wie du es anders schreiben kannst. Die einzigen zwei Sachen sind:
        Vorne am Bug habt ihr ja Kanthölzer für die Auflage für die Dielen verschraubt. Und dann sieht man leider nicht wie ihr die Pfosten für die Verkleidung angeschraubt habt.
        Und am Heck fehlt mir die Erklärung wie du auf die 600mm kommst. Was hast du hinter den Pfosten geschraubt? Ein Stück von der Diele?
        Ansonsten ist alles soweit verständlich. Ich habe es ein bisschen anders gemacht und improvisiert. Mein kleiner wird sich bestimmt freuen.

        • Reply Sven März 20, 2018 at 7:34 am

          .. das was Niklas schreibt ist richtig, wir haben auch an einigen stellen etwas „gerätselt“ wie Ihr einige Sachen verschraubt habt und wie Ihr an manche Maße gekommen seid .. was dazu geführt hatte dass wir einige Bretter ein paar mal wieder lösen mussten – aber das war alles nichts was „dramatisch“ war .

          Selbst unmittelbar nach dem Zusammenbau konnte ich nicht mehr genau sagen was da etwas unverständlich war

          • Sarah März 28, 2018 at 1:22 pm

            Hallo Sven!

            Danke für dein Feedback. Das mag wahrscheinlich daran liegen, dass wir den Artikel mehrere Monate, nachdem wir den Sandkasten gebaut hatten, erst geschrieben haben. Mein Mann und ich werden den Artikel an einigen Stellen nochmal überarbeiten.

            Liebe Grüße

            Sarah

        • Reply Niklas März 21, 2018 at 2:08 pm

          Achja und die Klappen waren sehr unverständlich geschrieben…aber auch da habe ich mir ein eigenes System gebastelt…

          • Sarah März 28, 2018 at 1:24 pm

            Hallo Niklas!

            Mein Mann und ich werden den Artikel an der ein oder anderen Stelle überarbeiten. Leider haben wir den Blogpost erst ein paar Monate, nachdem wir den Sandkasten gebaut hatten, verfasst.

            Danke für dein Feedback und euch viel Freude mit dem Sandkasten!

            Viele liebe Grüße

            Sarah

  • Reply steffi März 25, 2018 at 7:42 am

    huhu wie hast du denn die fahne am mast befestigt?sieht tolli aus.viel spass weiterhin beim spielen.

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