August 19, 2018 // Selber machen

DIY Kletter-Dreieck

Für alle, die hoch hinaus wollen! Viele kennen das bekannte Pikler-Dreieck. Schon seit einigen Jahren hat es Einzug in viele Kinderzimmer genommen. Klettern, die Sprossen erklimmen, Gleichgewicht halten und schauen was man sich schon zutraut und was man schon kann. Wie kommt man auf die andere Seite, schafft man das schon alleine und wie klettert man denn wieder runter? Testen, sich ausprobieren. Es dient nicht nur der motorischen Entwicklung, sondern auch der Selbstwahrnehmung. Nicht nur klettern, sondern auch Höhlen bauen, sich einen Rückzugsort schaffen, einfach, indem man eine Decke darüber wirft. Indianer spielen, kreativ sein, Ideen haben, in Rollenspiele tauchen – dieses Kletter-Dreieck bietet einfach wahnsinnig viel!

Heute zeige ich Euch wie man dieses Kletterelement, das man sogar bei Bedarf platzsparend zusammen klappen kann, selbst bauen kann. Schritt für Schritt mit detaillierter Zeichnung und Einkaufsliste!

Nützliches Werkzeug

 

Benötigtes Material

 

Los geht`s mit der Schritt für Schritt Anleitung:

 

Zuerst wird das Holz passend gesägt wie in folgender Zeichnung angegeben.

Als erstes werden die Löcher mit dem Forstnerbohrer für die Sprossen 10 mm tief im Abstand von 150 mm auf je einer Seite der 4 Banklatten gebohrt. Ihr müsst nicht genau 10 mm einhalten. Wichtig ist nur, dass alle Löcher gleich tief sind. 

Danach mit dem 5 mm Holzbohrer die beiden äußeren Löcher komplett durchbohren. Das macht man am Besten von der Seite auf der die 28 mm Löcher sind, denn dann hat man schon eine Zentrierung durch den Forstnerbohrer. Bei den zwei längeren Banklatten wird zusätzlich noch das danebenliegen Loch auf nur der EINER Seite durchgebohrt mit dem 5 mm Holzbohrer, siehe Zeichnung und folgendes Foto.

Die kürzeren 2 Banklatten bekommen noch 72 mm entfernt vom 5 mm Loch auf der anderen Seite (nicht die Seite mit den 28 mm Löchern) ein     15 mm tiefes Loch mit dem 10 mm Bohrer gebohrt für die Einschraubmutter.

Nun kann die Einschraubmutter in das 10 mm Loch geschraubt werden.

 

Nun können die Sprossen zwischen die Banklatten geleimt werden und die erste und letzte Sprosse wird zusätzlich noch verschraubt.

Nachdem der Holzleim getrocknet ist, wird die Schraube neben den Einschraubmuttern bei den kürzeren Banklatten wieder entfernt. Die Schraube dient nur als Fixierung bis der Holzleim getrocknet ist. Das gleiche gilt für eine Seite der längeren Banklatten, denn an diese Stelle wird jetzt das Verbindungsdreieck mit diesen Schrauben montiert. Neben den drei Schrauben auf der rechten und linken Seite im Dreieck wird noch die Rendelschraube in die Einschraubmutter geschraubt.

Für die Rendelschraube gibt es zwei Löcher im Dreieck. Dadurch kann das Kletter-Dreieck bei Bedarf platzsparend zusammengeklappt werden.

 

Da viele sicher interessiert sind wie teuer das selbst gebaute Kletter-Dreieck ist, so kann ich auf jeden Fall sagen, dass man für das Holz ungefähr 60 € einplanen sollte. Natürlich kommt es auch darauf an, ob man eventuell die benötigten Schrauben und Bohrer Zuhause vorrätig hat oder diese zusätzlich kaufen muss (so ist es uns teilweise gegangen). Auf jeden Fall ist diese DIY-Variante preisgünstiger als die gängigen Modelle, die es fertig zu kaufen gibt. Man spart so oder so deutlich mehr als die Hälfte. Lotta und Carla sind mehr als glücklich mit ihrem Klettergerüst und erklimmen, klettern und probieren was das Zeug hält. Bei den derzeit herrlichen sommerlichen Temperaturen haben wir das Kletter-Dreieck kurzerhand in den Garten gestellt, obwohl es eigentlich für den Indoorgebrauch gedacht ist. Wenn bald langsam der Herbst an die Tür klopft, findet es sicher Einzug in den Tobekeller oder in eines der Kinderzimmer. So viel kann ich Euch verraten, der Bau hat sich hier im Hause Puderzange bereits mehr als gelohnt!

 

Viel Spaß beim Nachbauen!

Eure Sarah

Ich freue mich, wenn alle fleißigen Handwerker unter Euch mich auf einem Foto ihres fertigen Exemplares auf Instagram verlinken und gerne einen Kommentar unter dem Blogpost schreiben!

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