Januar 21, 2019 // Organisieren

Die KonMari-Methode: Den Kleiderschrank aufräumen

Ordnung ist das halbe Leben – fast jeder kennt diesen Spruch. Seitdem ich Mama bin, ist das Aufräumen ein fester Bestandteil meines Alltags geworden. Ich möchte mehr Ordnung und mehr Struktur, mich von Dingen trennen, die nicht mehr gebraucht werden und so unnötigen Ballast abwerfen.
Laut Marie Kondo sind etwa zwei Drittel der Sachen in einem Haushalt überflüssig und können entsorgt werden. Behalten sollte nur das werden, was „Freude bereitet“. Innerhalb von drei Monaten soll es möglich sein seinen Haushalt zu optimieren und ich gehe es jetzt an.
Die Marie Kondo empfiehlt es diese Reihenfolge zu beachten: Kleider, Bücher, Papiere, Kleinkram, Erinnerungsstücke.

Ihr Lieben, es geht los. Ich habe mir einiges vorgenommen. Heute ist also mein Kleiderschrank dran. Zugegeben, den habe ich in den letzten vier Jahren des Mamaseins einfach nur vernachlässigt, nein, ich glaube verkommen lassen trifft es irgendwie doch noch treffender. Bei den Schränken meiner drei Kinder herrscht Ordnung und in meinem (bis jetzt) einfach nur Chaos. Aber irgendwie kann ich das auch ein wenig rechtfertigen. Erst war ich mit Lotta schwanger, dann nach einem Jahr wieder mit Carla und dann nach nur neun Monaten mit Moritz. Neben Umstandskleidung findet sammelten sich „Übergangsklamotten“ in ein bis zwei Nummern größer als vor den Schwangerschaften an und dann auch noch Kleidungsstücke von vor der ersten Schwangerschaft und Kleidung mit Löchern (ja, für den Fall, dass ich mal renoviere oder so). Ich bin ausgestattet für alle möglichen Eventualitäten, die wahrscheinlich dann doch nicht eintreffen. Wenn man Platz hat, dann verführt das immer ein bisschen auch dazu, dass man alles hortet und sich so allerlei ansammelt. Mein Kleiderschrank wurde so im Laufe der letzten Jahre zum Messie-Schrank. Ein Schrank voller Kleidung, aber angezogen habe ich auch nur das, was immer oben liegt oder eben die Lieblingssachen, die gut sitzen und in denen man sich wohlfühlt – und genau das ist der Punkt. Warum sollte man dann das andere alles behalten? Da Einsicht sprichwörtlich der erste Schritt zur Besserung ist, habe ich jetzt beschlossen mich eben von diesen anderen Dingen zu trennen.

Inspiriert haben mich hierbei besonders die Ansätze von Marie Kondo

Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert*. Vorab, ich habe nicht alles eins zu eins so umgesetzt wie es die KonMari-Methode vorgibt. Einiges finde ich für mich total gut umsetzbar, anderes nicht. Das muss jeder letztlich für sich entscheiden, aber den Grundgedanken finde ich großartig und genau deshalb habe ich mich auch daran orientiert. 

Im Fokus steht vor allem Empathie für den eigenen Besitz. Man startet so, dass man alle Kleidungsstücke auf einen Haufen wirft. Dieses „Schockerlebnis“ ist Kondos Meinung nach wichtig, da die Visualisierung hilft, sich klar zu werden, wie viele Sachen man eigentlich hat und einem die Dringlichkeit des Ausmistens bewusst wird.

Gesagt, getan. Kann ich Euch nur empfehlen. Das Chaos, den Anblick der gefühlt tausend Kleidungsstücke. Erschreckend. Und man verfällt auch ein wenig in Schockstarre, aber eines wird klar, jetzt müssen die Ärmel hochgekrempelt werden und eine neue Ordnung muss her! 

Nun geht es Schritt für Schritt. Man nimmt jedes Kleidungsstück in die Hand und betrachtet es genau. Hier geht es nach Marie Kondo um das eigene Körpergefühl. Wie fühle ich mich mit dem Gegenstand? Bringt es Freude? Im Fokus steht, sich klar zu werden, was man behalten möchte.

Für die Kategorie Kleidung hat sich Marie Kondo eine bestimmte Art zu Falten und Aufbewahren ausgedacht. Alles, was man besitzt, ist auf einen Blick überschaubar, griffbereit und platzsparend verstaut. Alles wird zu kleinen Päckchen gefaltet und aufrecht eingeräumt. Am besten lagert man alles in Schubladen oder Boxen. Hier stoße ich allerdings bei meinem Kleiderschrank an Grenzen, denn ich habe zwar einige Schubladen, aber nicht ausschließlich.

Jedes Kleidungsstück sollte zu einem rechteckigen Päckchen zusammengelegt werden – und zwar ganz egal, wie seine Ausgangsform aussieht.

Diese Methode hat den Vorteil, dass  man Kleidung leichter herausnehmen und wieder einräumen kann. Ihr findet auf YouTube zig Videos, in denen datailliert gezeigt wird wie genau jedes Kleidungsstück gefalten werden sollte. Daher hier nur kurz und knapp:

Oberteile

  • Man überlegt wie breit das Rechteck werden soll. 
  • Man legt den Ärmel erst auf die andere Seite, knicken  ihn dann nach unten zum Rumpf hin und wiederholt das Ganze mit dem anderen Ärmel. So liegen die Ärmel versetzt parallel. 
  • Kapuze oder einen Rollkragen klappt man nach unten. 
  •  Das Päckchen halbiert oder drittelt man.

Hosen

  • Hosen mit Bügelfalten sollte man aufhängen. 
  • Die Hose werden längsseitig halbiert, indem man das eine Bein auf das andere legt. 
  • Eine lange Hose drittelt man, eine kurze Hose wird lediglich halbiert.

Röcke und Kleider

  • Röcke und Kleider sollten am besten aufgehängt werden.

 Wenn es nach Marie Kondo geht, dann sollte beim Öffnen der Schublade eine „Welle des Glücks“ auf dich zurollen.

Den Farbverlauf berücksichtigen

Deshalb rät sie dazu, dunklere Farben im hinteren Teil der Schublade zu lagern und helle Farben nach vorne zu bringen. Das habe ich für mich allerdings nicht umgesetzt.

Das Prinzip der aufsteigenden Linie

Kleidung, die auf einem Bügel hängen sollten so angeordnet sein, dass links die längeren und schweren Sachen hängen und rechts die leichteren und kürzeren Kleidungsstücke. Links also Winterjacken und rechts Sommerblusen. So entsteht laut Marie Kondo eine aufsteigende Linie des Glücks. 

Socken, Strumpfhosen und Unterwäsche

Marie Kondo meint man solle die Socken nicht auf links zusammenrollen, denn die Gummis würden so ausleiern. Die Cups der Bhs sollte man nicht ineinander falten. Ja, es geht sehr um Wertschätzung der Kleidung. 

Strumpfhosen

  • Die Beine der Strumpfhosen werden aufeinander gelegt.
  • Das Stück wird gedrittelt und dann eingerollt. 
  • Warme, dicke Strumpfhosen werden gefallten. 
  • Die Strumpfhosen werden aufrecht in eine Schachtel gestellt.

Socken

  • Beide Socken werden aufeinander gelegt. 
  • Man halbiert oder drittelt diese.
  • Die Socken werden auch in eine Box gestellt. 

Unterwäsche

  • Man legt die Bhs leicht versetzt in die Schublade. Die Träger und Verschluss steckt man in die Cups. 
  • Die dunklen Farben räumt man vorne und die hellen hinten ein. (Achtung! Bei allen anderen Kleidungsstücken ist die Farbfolge umgekehrt.)
  • Den Slip legt man mit der Rückseite nach oben hin. Der Schritt wird hochgeklappt und schlagen die beiden Seiten darüber geschlagen. 
  • Das Päckchen rollt man von unten her auf, dreht es um und stellt es in eine Box.  
  • Oberteile und Slips werden getrennt aufbewahrt.

 

Schuhe, Taschen und Schmuck habe ich bewusst vorerst ausgelassen und mich tatsächlich auf Kleidung beschränkt, obwohl es die KonMari-Methode anders vorgibt. An dieser Stelle möchte ich nochmal betonen, dass ich die Grundidee als sinnig erachte, aber deshalb nicht alles eins zu eins für mich umsetzen muss. 

Wichtig ist, der erste Schritt ist getan. Mein Kleiderschrank war seit Jahren nicht mehr so aufgeräumt und strukturiert. Ich freue mich, dass ich mich von vielen Kleidungsstücken getrennt habe und werde besonders die Falttechnik für die Schränke der Kinder übernehmen. Ausmisten befreit auch irgendwie immer ein bisschen. Ich öffne jetzt meinen Kleiderschrank mit einem besseren Gefühl. Ich freue mich, wenn ich den ein oder anderen dazu motiviert habe beim Magic Cleaning mitzumachen und freue mich über Eure Erfahrungen! Ach ja, bevor ich es vergesse. Aussortierte Kleidungsstücke kann man auch weitergeben, spenden oder verkaufen. Nicht alles, was nicht mehr passt oder gefällt muss einfach in den Müll!

 

 

Bis bald!

Eure Sarah

 

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2 Kommentare

  • Reply Julia Januar 21, 2019 at 1:09 pm

    Hallo Sarah,

    sieht sehr gut aus! Ich wollte letzte Woche eigentlich auch meinen Kleiderschrank ausmisten.
    Wegen Zeitmangel war es dann nur der Garderobenschrank, aber auch dabei ist schon eine Menge zusammengekommen, was in den Kleidercontainer (noch gute Jacken, Mäntel und Tücher) oder den Müll (total fleckige Jacke, kaputte Schuhe) gewandert ist.
    Der Kleiderschrank ist aber für meinen nächsten freien Tag Prio 1!

    Ich bin gespannt, wie es bei Dir weitergeht!

  • Reply Claudia Januar 23, 2019 at 8:10 pm

    Liebe Sarah, vielen Dank für deinen interessanten Post! Mich hätte noch im Detail interessiert, wie du deine Kleidung in den Schrankfächern aufbewahrst. Denn ich habe auch nur ein paar Schubladen für Wäsche und Socken. Aufgehängt werden Blusen und Blazer, aber Pullover und Jeans „stehen“ in Zweierreihen in den Fächern. Hat sich aber bisher nicht sehr bewährt 😉
    Ich habe letztes Jahr die KonMari-Methode vom Ansatz her ebenfalls in einigen Bereichen angewendet, bin aber bei Kleinkrusch stehen geblieben.. Bis heute. Jaja.. Aber meine Einstellung zu Besitz hat sich durch die Lektüre auf jeden Fall geändert. Es kommt nur noch ins Haus , was ich wirklich brauche und mag.
    Liebe Grüße!

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